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Achtung

Einige Inhalte dieses Abschnitts befinden sich noch in der finalen fachlichen Klärung. 

Der einheitliche onkologische Basisdatensatz und seine organspezifischen Module bilden die Basis für eine einheitliche Registrierung. In einzelnen Bundesländern werden darüber hinaus zusätzliche Items erhoben, die auch im XML-Schema für die elektronische Übermittlung Berücksichtigung finden. Grundsätzlich wird auch bei diesen zusätzlichen Items eine Harmonisierung angestrebt. So sind bestimmte Länderspezifika in der Aktualisierung des einheitlichen onkologischen Basisdatensatz (Version 2021) eingeflossen und werden zukünftig von allen erhoben. 

Die zusätzlich nach Landesrecht zu erhebenden Merkmale, die nicht strukturiert im Schema abgebildet sind, können über den Abschnitt Menge_Zusatzitem übermittelt werden. Hier folgt eine Übersicht über diese landesspezifischen Merkmale:

Bundesland bzw. Register

 Merkmal

ErläuterungAusprägungenZu melden wenn

Rechtsgrundlagen

Nordrhein-Westfalen

Anlass der Tumordiagnose


in Abstimmung

Bei Diagnosemeldungen (nicht Pathologie)

LKRG NRW § 2 (5) Nr. 6

Nordrhein-WestfalenStaatsangehörigkeit
in AbstimmungImmerLKRG NRW § 2 (5) Nr. 4
Rheinland-PfalzTumordicke("Tumordicke in mm" aus dem Modul malignes Melanom ist ein anderes, separates Item)


Schleswig-Holstein

Teilnahme_Forschungsvorhaben


J = Ja

KT = Keine Teilnahme gewünscht

W = Widerruf

NB = Nicht befragt

bei jedem MeldeanlassKRG SH
Schleswig-HolsteinDiagnoseanlass

M = Mammographie-Screening

K = Koloskopie-Screening

H = Hautkrebs-Screening

S = Sonstiges-Screening

E = Selbstuntersuchung

F = Früherkennungsuntersuchung

T = Tumorsymptomatik

X = Sonstiges

U = Unbekannt

bei Meldungen zum Meldeanlass DiagnoseKRG SH §3
BayernNachsorgekalendernummer



NiedersachsenMeldeberechtigungPatient muss zur Übermittlung nicht meldepflichtiger Meldeanlässe einwilligen.I = Patientin / Patient wurde informiert und hat nicht
widersprochen
A = Ausnahme: Patientenunterrichtung entfallen wegen
möglicher gesundheitlicher Nachteile
D = Meldung von Ärzten ohne unmittelbaren
Patientenkontakt
W = Patient hat der Verwendung seiner Daten zu anderen als
den gesetzlich vorgeschriebenen Zwecken
widersprochen
V = Verstorben

Wenn die betroffene Person pflichtgemäß über die Meldung
an das Krebsregister informiert wurde, wird "informiert" ausgewählt.
Bei Widerspruch gegen die Wiedergewinnung
personenbezogener Daten wird die Meldebegründung "Widerspruch" ausgewählt. In medizinischen Ausnahmefällen wird "Ausnahme" gewählt. "Ohne Patientenkontakt" ist nur für Pathologiemeldungen zulässig.
Bei Statusmeldungen zu Tumorentitäten, die nicht im Leitlinienprgramm Onkologie aufgeführt sind. Bei Tumorkonferenzen immer.GKKN §7
Deutsches Kinderkrebsregister→ Siehe hier



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2 Comments

  1. K04: Bei Statusänderungsmeldungen/ Statusmeldungen wäre es hilfreich, die Übermittlungsweise in Bezug auf das Zusammenfassen von mehreren Ereignissen wie z. B. Metastasen und Rezidiven, die in einem bestimmten Meldezeitraum gemeldet werden, zu erläutern. Des Weiteren sollte klargestellt werden, wann ein Meldeereignis ausgelöst wird, bezüglich Metastasen bei jedem Status „Neu aufgetreten…“ oder nur wenn es sich hierbei um eine andere Lokalisation handelt. Somit wäre dies bei den landesspezifischen Regelungen noch zu erläutern. Von Herstellerseite aus wäre jedoch eine einheitliche Vorgehensweise aufgrund der Komplexität erwünscht.

    1. genauere Nachfrage am 27.09.2021

      Antwort:

      hier gab es z. B. eine Anforderung vom Krebsregister Hamburg in Bezug auf das Senden von Metastasen:

      „Wenn ein Patient eine Fernmetastasierung in der Lunge diagnostiziert bekommt und vorher war keinerlei Fernmetastasierung bekannt. Dann sollte eine Verlaufsmeldung mit Progress (Gesamtbeurteilung) und Neu aufgetretene Fernmetastasierung (Fernmetastasenstatus) abgegeben werden. Untersuchungsdatum wird das Diagnosedatum der Metastase sein. Dann sollte die Lokalisation angegeben werden mit dem Diagnosedatum der Metastase. 

      Wenn dann außerhalb der 8 Wochen Meldefrist (Meldefristen je nach Bundesland unterschiedlich) eine weitere Fernmetastasierung auftritt, so ist das jeweils nur als Progress und nicht als neu aufgetretene Fernmetastasierung zu werten. Die  neue Lokalisation ist trotzdem mit dem Diagnosedatum der Fernmetastase anzugeben. Hier kann eine neue Verlaufsmeldung erzeugt werden. Es gilt der Grundsatz wenn einmal eine Fernmetastasierung vorliegt, dann gilt das als allgemeiner Status der Fernmetastasierung unabhängig wie oft dann noch Metastasierungen an anderen Lokalisationen vorkommen.

      Wenn aber zusätzlich zur Lungenmetastasierung eine Woche später Metastasen auch in der Leber festgestellt werden, sollte dies in einer Verlaufsmeldung gebündelt als Neu aufgetretene Fernmetastasierung angegeben werden. Es empfiehlt sich die Abgabe einer Verlaufsmeldung erst 8 Wochen nach Eintritt des Meldeanlasses zuzulassen, damit die Zusammenführung solcher Ereignisse gelingen kann.

      Wenn jetzt ein Patient nach einem Jahr ein erneutes Auftreten der Fernmetastasierung in der Leber hat und es werden neue Hirnmetastasen festgestellt, so sollte eine VM gemeldet werden mit Gesamtbeurteilung Progress und Tumorstatus Fernmetastasierung „P – Fernmetastasen Progress“. Beide Lokalisationen sind anzugeben.“

      Wenn wir für jedes Krebsregister hierzu eine andere Logik einbauen müssten, wäre das sehr aufwändig auf Herstellerseite, da dies teilweise in die grundsätzliche Umsetzungsstruktur der Schnittstelle reichen würde. Hier wäre eine

      gesamthafte Einigung ratsam.

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